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Alles ist

Alles ist

Alles ist fort, weit weg.
Taten die ich selbst vergesse.
Sehe das Leuchten am Rande.
Halte die Luft an, tauche hinab.
Es ist Dunkel.
Weiße Wolken wirken grau,
gelegentlich taucht ein Stern auf
und verschwindet hinter dicken Schleiern.
Kalte Luft füllt meine Lungen.
Alle Gesetze außer kraft.
Sehe eine dreistellige Zahl.
Bekomme angst.
Presse die Lippen zusammen.
Ignoriere.
Bleibe standhaft bis zum letzten.
Nasses Laub schimmert gelb im künstlichen Licht.
Die Füße taub.
Der Anker gibt halt.
Schaue auf den Boden,
bin in der Höhe.
Ich weiß nichts mehr,
will alles vergessen.
Mache Schluss.
Bette mich warm unter der Decke.
Warte auf den Schlaf.
Drehe am Schalter,
überall ist Elektrizität.

© UnterBruecken

22.6.08 15:47, kommentieren